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Organisation komplexer Tauchprojekte mit ungewisser Planungssicherheit

Des Öfteren werden wir gefragt, wie wir solche aufwendigen und komplexen Tauchgangsprojekte durchführen. Wie sich sicherlich jeder denken kann, ist dabei das A und O eine akribische Vorbereitung. Recherche zum Explorationsprojekt, ideale Projektzeit wegen Witterungsbedingungen, Sicherheitskonzept, Übernachtung und alles was dazu gehört. Und natürlich wie soll es anders sein, der perfekt durchdachte Plan. Abfahrtszeit, Ankunft, Transport, Vorbereitung, Push-TG, Videodokumentation usw. Bereits bevor wir losfahren gibt es hierzu einen Plan bzw. haben wir eine grobe Vorstellung, wann was stattfinden soll.

 

 

Allerdings hat sich im Laufe der Jahre gezeigt, dass wir es selten schaffen den perfekten Plan umzusetzen, so wie wir uns das im Vorfeld überlegt haben. Mal dauert der Transport länger oder die Seilbahn will nicht so schnell wie wir usw. Dass Änderungen im Plan nicht zum kompletten Chaos führen, sind wir deswegen über gegangen unsere Pläne für die Explorationsprojekte nicht mehr bis ins letzte Detail durchzuplanen. So hat sich bei uns in den letzten Projekten folgendes Arbeitsmodell etabliert.

  • Es werden Ziele (Materialtransport, Depots anlegen, Fotos und Videos, Leine flicken, …) definiert die es im Laufe des Projektes zu erreichen gilt.
  • Um eine ungefähre Marschrichtung zu haben, sind die Ziele an Tage geknüpft, wann sie erreicht sein sollen.
  • Neben den Zielen gibt es kleinere Teams, die einzelne Ziele verfolgen. So haben sich bei uns die Teams Support, Video/Foto, Dokumentation/Vermessung sowie Push herauskristallisiert.
  • Jeder Teilnehmer wird einem Team zugeordnet, in welchem er vorrangig mithilft.
  • Wird in einem Team Unterstützung benötigt, wechseln einzelne Teilnehmer für eine kurze Zeit das Team, um sicherzustellen, dass das gesetzte Ziel erreicht wird.
  • An jedem Vorabend sitzen die Teams zusammen und planen den Folgetag für sich. Hierbei werden der Projektverlauf bzw. die Zielerreichung des vergangenen Tages berücksichtigt und die Ziele ggfs. angepasst.
  • Im Anschluss trifft sich die komplette Explorationsmannschaft und geht die Pläne für den Folgetag der einzelnen Teams durch und stimmt diese aufeinander ab. Hieraus resultiert die Tauchgangsplanung für den Folgetag und berücksichtigt dabei die Länge der Tauchgänge und z.B. die Wünsche vom Videoteam, um fehlende Aufnahmen noch machen zu können, in einer bestimmten Reihenfolge tauchen wollen.
  • Am Tag selbst findet nach dem Frühstück nochmal ein kurzes Briefing statt, bei welchem der Tagesplan nochmal durchgesprochen und bestätigt wird.
  • Am Tauchplatz haben wir einen Verantwortlichen für die Koordination der Taucher. Zum einen dokumentiert dieser Ab- und Auftauchzeiten. Zum anderen hat er den Überblick über alle Taucher und kann, falls es wegen unvorhersehbaren Ereignissen nötig ist, in Abstimmung mit den Tauchteams, die Reihenfolge der Tauchgänge anpasst.

 

Für uns hat sich diese dynamische Planung (mit Zielen/Meilensteinen im Hintergrund) bewährt. Zum einen können wir schnell auf Unwägbarkeiten reagieren und zum anderen verlieren wir nie das große Ganze aus den Augen und schaffen es gleichzeitig viele Taucher ins Wasser zu kriegen, so dass jeder zu seinem Spaß kommt.

 

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