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Source du Castor - 2019

 

Unser Text folgt in Kürze :-)

 

VIDEO

 

 

Source du Castor - 2018

 

Team: Steffen, Zeljka, Marc, Heinke, Max, Marcel, Tom, Fabi, Dirk

 

„Wann hast du das letzte mal gezeltet ?“

„Weiß nicht – bei der Bundeswehr!?“

 

Mit diesem Dialog kamen wir in der Ardeche nach 10 stündiger Fahrt, aus allen Ecken Deutschlands, am Campingplatz an. Der Zeltplatz selbst liegt direkt an der Ardeche –  900 m von der Source du Castor entfernt. Das Equipment kann nur mit einer Seilbahn zum Campingplatz transportiert werden. Der zehnminütige Abstieg ist steil und beschwerlich.

 

 

 

Dort angekommen, drohte gleich ein Kulturschock: Die Zelte, im Internet schön abgebildet, machten den Eindruck, als hätten sie zu Zeiten Konrad Adenauers bereits ihre besten Tage hinter sich gehabt. Und wenn man sich auf dem Lattenrost zu schnell umdrehte, flogen die Latten raus und man lag auf dem Boden.

Aber die Müdigkeit und der Umstand, dass erneut ein steiler Aufstieg anstehen könnte ließ selbst diese Zelte als Luxudomizil erscheinen. Und außerdem waren wir ja zum tauchen da. So machten wir uns bereits am ersten Abend zu Fuß und per Drohne auf den Weg den Höhleneingang zu lokalisieren und erste Pläne für den nächsten Tag zu schmieden. Nach einigen Minuten hatten wir den Eingang auf der anderen Flussseite entdeckt. Mit Badehose und Maske ausgerüstet schwammen Max und Fabi über den Fluss und schauten sich die Sache genauer an. Die Höhle selbst hat zwei Eingänge, einen unter Wasser und einen Überwasser. Aufgrund der einsetzenden Dämmerung ließen wir es für diesen Tag gut sein und kehrten zum Basislager zurück. Hier wurden die Grills angeworfen, zu Abend gegessen und Pläne geschmiedet, bis wir alle bei Zeiten ins Bett gingen.

Am nächsten Morgen starteten wir voller Tatendrang. Nach einem leckeren Baguette-Frühstück musste ein Teil des Teams wieder den Berg zu den Fahrzeugen aufsteigen. Denn es musste noch sehr viel Material ins Tal gefahren werden. Die weiteren Teammitglieder machten sich daran die Pläne des Vorabends in die Tat umzusetzen.

Unser Plan war es, dass gesamte Equipment mit Kanus an die Höhle zu verbringen. Und getreu nach dem Motto  „Unter den Blinden ist der Einäugige der König“ wurde ein Team nach einer Bestenauslese zusammen gestellt, welches etwas Erfahrung im Kanusport aufwies. Leider scheiterte das ambitionierte Vorhaben bereits nach 5 Minuten in der starken Strömung. Das Kanu kenterte zusammen mit den 3 Besatzungsmitgliedern. Diese kämpfen anschließend in der Strömung gegen das sinkende Kanu an. Leider befanden Sie sich hierbei auf der anderen Flussseite, sodass die Hilfe erst einmal auf sich warten ließ. Nach ca. 15 min konnte das havarierte Kanu samt Besatzung aus der Ardeche gerettet werden.

Nach diesem Ereignis wurde beschlossen, das Equipment zu Fuß durch dichten Bewuchs, Strand und Überflutungsstellen zu der nächstbesten Kiesbank geschleppt. Von dort aus war die Höhle aber auch noch ca. 200m auf der anderen Flussseite entfernt.

Unser erstes Scouting-Team, bestehend aus Max und Fabi, machte sich tauchbereit. Der Plan bestand darin mit leichtem Gepäck zusammen an einem Scooter zum Höhleneingang zu fahren. Wir hatten hier jedoch die Kraft der Ardeche und den hohen Wasserstand vollkommen unterschätzt. Kaum hatten sich die beiden Taucher im Päckchen aus der Bucht entfernt, wurden sie auch direkt Fluss abwärts getrieben. Auch alleine war es aus dieser Bucht heraus nicht möglich in die Nähe der Höhle zu gelangen. Daher beschlossen wir eine Bucht weiter Fluss aufwärts  zu starten. Hierbei musste jedoch ein Felsvorsprung überklettert werden. Dank der freundlichen Unterstützung der Campingplatz-Betreiber, konnte wir hier eine Leiter aufstellen und so die etwa 2m hohe Wand herunterklettern. Durch diesen Umzug zum neuen Basislager 2 hatten wir uns nochmal 50 m Wasserstrecke gespart und hatten keine allzu starken Strömungen mehr. Die beiden Scouts konnten mit 2 Scootern nun endlich zur Höhle fahren.

Das Scouting Team traute seinen Augen kaum: sehr klares Wasser und tolle Sichtweiten waren vorzufinden. Jedoch auch sehr viel Laub und Holzreste. Die Biber (franz. Castor) haben hier "tolle" Arbeit geleistet. Die Höhle ist von einer beeindruckenden Größe. Sie bleibt groß und das sehr helle Gestein mit fossilen Einschlüssen reflektiert im Schein der Lampen.

Beim Grillen und Bier am Abend fieberte das gesamte Team den nächsten Tagen entgegen.

 

 

 

Der nächste Morgen brachte das gesamte Team zum Schwitzen. Es musste jede Menge Material, Stages, Anzüge, Doppelgeräte, Rebreather, die gut 900 m zum Basislager 2 transportiert werden. Hier hieß es für das gesamte Team "anpacken". Schnell war das nötige Material an Ort und Stelle und so machte sich zunächst das OC Team bestehend aus Marcel und Tom daran, den vorderen Bereich der Höhle genau zu erkunden und ggf. die Leinensituation zu verbessern. Dies war auch dringend notwendig. Alte Leinen hingen in Fetzen von der Decke. Die Hauptleine bestand abschnittsweise aus bis zu vier Teilsegmenten, die teilweise miteinander verknotet waren. Und so begann das Team unnötige Leinen zu entfernen. Schnell stellte es jedoch fest, dass die Hauptleinen nicht isoliert, sondern wenn dann komplett neu gelegt werden müsste. Auch bei dem Vorstoß in die Höhle wurde das Ausmaß der Höhle deutlich.

Direkt nach dem OC Team erkundete das zweite Rebreather Team, bestehend aus Steffen und Heinke, die Höhle etwas tiefer. Auch sie waren von der Größe und Struktur der Höhle begeistert.

Im gemeinsamen Statement am Abend beim Grillen und Bier trugen alle unter der Projektleitung von Steffen ihre Eindrücke zusammen. Die chaotische Leinensituation war dabei eines der Diskussionsthemen.

Gemeinsam beschlossen wir, den nächsten Tag zur Vorbereitung auf einen EOL-Tauchgang zu nutzen. Das OC Team sollte den Eingang, von Geäst und Gestrüpp befreien, eine sauberen Connect to Mainline legen und im vorderen Bereich mit dem Legen einer neuen Hauptleine beginnen.

Die CCR Teams legten verschiedene Flaschendepots an, um dann am darauffolgenden Tag die Höhle mit den Scootern bis zur End of Line und darüber hinaus zu explorieren.

Bei brennender Sonne und Hitze wurden dann die ganzen Stages und Doppelgeräte, Scooter und Backup-Scooter zum Tauchplatz verbracht und mittels Scooter in die Höhle und ihre Position verbracht. Das OC Team ließ sein Equipment nach getaner Arbeit gleich komplett in der Höhle.

In der Nacht schlug das Wetter jedoch um. Wo vorher Sonnenschein war, viel heftiger, durchgehender Regen. Nun wurden auch noch die letzten Kleidungsstücke in den altersschwachen Zelten klamm und feucht.

Der nächste Tag begann mit einem Besuch von der französischen Regierung in Form von Anke Lutz und einem Parkranger. Bereits im Vorfeld, bei der Einholung der Genehmigung wurde mit uns abgesprochen, welche Explorationsdaten die Behörden benötigen. Das Projekt stieß dabei auf großes Interesse.

 

 

Anke überbrachte uns leider auch eine Hiobsbotschaft in Form einer Warnung. Starke Regenfälle auf den Zuflüssen zur Ardeche werden den Wasserpegel schnell steigen lassen. Ein weiterer Anstieg um mehrere Meter sei deswegen zu befürchten, weil die Schleusen der Stauseen geöffnet werden könnten. Wir erhielten auch einen Link auf welchem wir uns die Wasserpegel der Ardeche regelmäßig anschauen und beobachten konnten.

Schweren Herzens entschieden wir uns daher die weitere Exploration der Castor an diesem Tag zu beenden und die Depots aus der Höhle zu schaffen. Das Risiko eines Rückflows in die Höhle oder das Anspringen der Höhle war einfach zu groß. Auch wurde die Strömung der Ardeche immer stärker.

An diesem Tag sollte das CCR-Team bestehend aus Max und Fabi noch einen letzten Tauchgang in der Höhle machen und schauen ob sie das EOL erreichen könnten. Sie betauchten dabei eine riesige Verteilerhalle, von welcher zahlreiche Loops und Gänge abzweigten um dann in einem ca. 20m breiten See in einer Luftglocke aufzutauchen. Das Team entschied sich von hier aus nicht weiter zu tauchen und den Rückweg anzutreten. Auf diesem ließen es sich die zwei nicht nehmen und entfernten im tiefen Bereich einige der doppelten Leinen und klarten die Leinensituation hier deutlich auf.

Die weiteren Teammitglieder waren in der Zwischenzeit bereits damit beschäftigt, das nicht mehr benötigte Material vom Basislager 2 zurück zum Campingplatz zu transportieren.

 

Am Abend beschlossen wir beim Grillen und Bier, dass die Exploration der Castor als Cavebase-Projekt auf jeden Fall fortgesetzt wird.

Den nächsten Vormittag und Mittag verbrachten wir damit das Material vom Campingplatz den Berg hinauf zu unseren Fahrzeugen zu transportieren. Die Seilbahn musste hierfür etwa 20 Fahrten machen. Ein Teil des Teams half am Campingplatz mit der Beladung der Seilbahn, während die andere Hälfte das Material am Berg entgegen nahm und für die verschiedenen Fahrzeuge sortierte. Als alle Autos wieder beladen waren, machten wir uns auf den Weg eine Unterkunft für die nächsten Tage zu suchen. Diese suche erwies sich als äußerst kompliziert und so benötigten wir bis in den Abend ein kleine Hotel zu finden.

 

 

 

Während ein Großteil des Teams mit der Suche nach einer Unterkunft beschäftigt war, brachen unsere Scouts Max und Fabi auf ein paar wenig bekannte Höhlen zu suchen. Die gefundenen Höhlen waren zwar gut für ein frisches Bier, jedoch nicht zum Tauchen geeignet.

Nachdem wir unsere Hotelzimmer bezogen hatten und uns frisch machen konnten suchten wir uns in Bourg St Andéol ein Restaurant...heute Abend sollte nicht gegrillt werden.

Den nächsten Tag verbrachten wir an der Goul de Tannerie und der Goul du Pont. Hier machten alle Teammitglieder ein paar schöne Tauchgänge und ließen sich von der Länge der Tannerie und dem Schacht der Goul du Pont begeistern. Einige Teammitglieder führten direkt einen Doppelttauchgang durch. Zuerst in die Tannerie und vom Quelltopf direkt rüber und in der Goul du Pont ein zweites mal abtauchen.

 

 

 

Für den Abend stand ein Abschluss-Essen in La Garde-Adhemaran. Gegen 23:30 machte sich das OC-Team Tom und Marcel bereits auf die Heimreise. Die weiteren Teammitglieder blieben noch eine weitere Nacht und betauchten am nächsten morgen noch die Source de Marnade bevor auch hier der Heimweg angetreten wurde.

 

In diesem Sinne,

Eure Cavebase

 

 

 

 

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Bergwerk Felicitas - Sept 2018

 

Team: Max, Steffen, Heinke, Marc, Zeljka

Gäste: Marcel, Mats

 

Vor ein paar Wochen waren wir zusammen mit ein paar Freunden zum Spaßtauchen in den Bergwerken Nuttlar und Felicitas. Beide Bergwerke sind wunderschön und eine ganz neue Erfahrung für uns Höhlentaucher. Vor allem die Felicitas hatte es uns sehr angetan und wir erkannten schnell das Potential dieses Bergwerks, so planten wir zusammen mit dem Betreiber Wolfgang Röhr ein Cavebase Projekt.

Besonders macht dieses Bergwerk zunächst einmal der so genannte Bremsberg, der eigentlich immer nahezu Null Sicht bietet und sich 120m dahin zieht bis man in circa 28m Wassertiefe auf die erste Sohle trifft. An einer T- Abzweigung angekommen kann man sich entscheiden in den “alten” mit Sprengarbeiten errichteten Teil zu tauchen oder in den etwas „jüngeren“ mit Maschinen errichteten. In beiden Richtungen gilt, je weiter man hinein taucht, desto besser wird die Sicht.

Ziele unseres Projektes waren das Bergwerk vollständig zu erkunden und auszuleinen, die Karte zu vervollständigen und bei der Erstellung eines 3D Modells mitzuwirken, Filme und Fotos zu erstellen und mindestens einen Notausgang zu erkunden. So rückten wir mit insgesamt 7 Tauchern an und bauten in der Halle vor dem Taucheinstieg unser Basislager auf. Die Infrastruktur hätte nicht bequemer sein können, so mussten wir nur ca. 30m zum Taucheinstieg laufen und konnten auf dieser Strecke sogar noch unsere Gase auftopen. Wir verleinten am ersten Tag einen Loop um den so genannten Babaratunnel, ein imposanter Tunnel aus Metall, der sich direkt hinter den hinterlassenen Maschinen durch das Bergwerk zieht. So kann man jetzt den Tunnel auch mit einem Loop umtauchen.

 

 

Tag 1/2

Hierbei wurde auch noch ein Seitenabzweig entdeckt der aber so eng wird das ein Weiterkommen mit dem Rückengerät nicht ohne Gefahren möglich ist. Die Sicht geht sehr schnell gegen Null und der Gangverlauf wird immer enger.  Des Weiteren wurden bereits erste Depots angelegt um die weiteren Tauchgänge einfacher zu gestalten.

Am Abend des zweiten Tages erweiterten wir die EOL des linken Ganges um 120m und erreichten das Ende des Ganges der in einem senkrechten Schacht endet. Wir tauchten den Schacht nach oben, der mit einigen Plastikplanen verstopft war, räumten diese zur Seite und orientierten uns anhand der eingebauten Leiter, die Sicht trübte sofort ein. Trotz aller Hindernisse erreichten wir die Oberfläche, wir schossen schnell noch ein paar Fotos und tauchten dann zurück um den anderen zu berichten. Zusammen mit Gunther Dudda erkundeten wir dann noch einen Betonschacht am Rande des Maisfeldes hinter dem Bergwerk, nachdem wir die Fotos von der Oberfläche mit denen aus der Auftauchstelle und dem Gangverlauf verglichen haben war klar, dass es sich hier um ein und dieselbe Stelle handeln musste. Wir hatten somit einen zweiten Eingang bzw. einen Notausgang erkundet. Um diesen aber auch in Zukunft sicher nutzen zu können, sollten die Plastikplanen noch entfernt werden.

 

 

Tag 3

An Tag 3 wurde die Tiefe Sohle erkundet, die bis auf gute 50m herunterführt, aber recht klein ist, schlechte Sicht hat und zudem auch keine Fortsetzung offenbarte. Dafür haben wir uns an den bereits bekannten „Mückengang“ im Wald neben dem offiziellen Eingang herangewagt, hier schien es offensichtlich das dieser Gang mit dem Hauptsystem verbunden ist, bisher wurde dieser Gang aber noch nicht betaucht. Der Einstieg zu diesem Pool ist voller Mücken und rutschigem Untergrund, daher der Name „Mückengang“. Der Pool war dafür Glasklar und so schickten wir zwei Taucher ins Wasser, diese hatten ziemliche Probleme geeignete „Tief offs“ zu finden. Zudem erschwerte die nachrutschende Schlammwalze mit der dazugehörigen Nullsicht das Arbeiten. Allerdings schafften es die beiden innerhalb von 15min an der vermuteten Stelle im Hauptsystem herauszukommen und markierten die gelegte Leine auch sogleich als Notausgang. So gibt es jetzt in jede tauchbare Richtung (T- links/T- rechts) einen Notausgang.

 

 

 

Tag 4

An Tag 4 leinten wir noch einen Loop rechts umfassend des Babaratunnels und einen Loop im hinteren Bereich aus. Abends wollten wir dann noch mit dem Scooter die hintersten Ecken des rechten Bereiches erkunden. Besonders Eindrucksvoll war hierbei eine Verteilerhalle mit Schienen zum Umleiten der Loren. Hier ging es unverleint in nahezu alle Richtungen und wir konnten hier nochmal 350m Leine auslegen. Die Sichtweiten waren in diesen Bereichen nahezu perfekt. Wir klärten in diesem Tauchgang die letzten Fragezeichen und haben somit ein wirklich sehr gutes Verständnis für den tatsächlichen Verlauf des Bergwerkes bekommen. Wir werteten zusammen mit Gunther die gemachten Videos aus und arbeiteten gewonnene Erkenntnisse wie Pingmessungen, Wassertiefen, verschüttete Gangpassagen und Bergwerksrelikte in das  von ihm erstellte 3 Modell ein.

 

 

Tag 5

An Tag 5 schlossen wir unser Projekt mit einem Fototauchgang und einer Aufräumaktion der angelegten Depots ab. Alles in allem war es wirklich ein sehr erfolgreiches Projekt und wir haben an einem wirklich tollen 3D Modell mitgewirkt, insgesamt 650 m neue Leine verlegt, 150 GB an Film und Fotomaterial gewonnen und 2 neue Ein-/Ausstiege betaucht.

Vielen Dank an Wolfgang Röhr, der uns dieses tolle Projekt ermöglicht hat.

 

In diesem Sinne,

Eure Cavebase

 

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Cavetrip Spanien - Die 5000KM-Tour

 

Team: Flo, Tobi, Steffen und Heinke

 

Es geisterte schon seit mehreren Jahren in unseren Köpfen herum und immer wieder tauchte sie in Vorträgen und Artikeln auf – die Pozo Azul. Da wollten wir natürlich auch mal hin. Nach einem sehr netten Kontakt auf der Boot erfuhren wir dann von anderen Höhlen in Spanien, so dass wir uns entschieden im Juni diesen Jahres dorthin zu fahren.  Wir wussten, das wird eine lange Tour; aber sie wird sich lohnen und wir werden um einiges an Erfahrung reicher werden. Auch handelte es sich um die erste Tour mit CCRs (Florian und Tobi). Daher waren (diesmal) noch keine Rekorde oder tiefe Penetrationen geplant.

Heinke machte sich am Tag vor der Abfahrt von Hamburg nach München auf um dann mit Steffen die erste Fahrgemeinschaft zu bilden. Die Fahrt dorthin war insgesamt unspektakulär – Heinke hat einen Tramper mitgenommen, einen Polen, der zu EM nach Nizza wollte. Bei Steffen empfing sie das Chaos; Steffen hatte noch nicht gepackt und musste das ein oder andere für die Arbeit erledigen… Am nächsten Morgen war aber dann das ganze Auto gepackt (Er hat die ganze Nacht durchgemacht). Beste Bedingungen für 1500km Fahrt am nächsten Tag.

 

1. Tag

Kurzes Treffen an der Tankstelle mit Florian und Tobi; Frühstück und dann fuhren wir los; quer durch Frankreich Richtung Burgos. Steffen hat dann erst einmal seinen fehlenden Schlaf nachgeholt. Als insgesamt absehbar war, wie lange wir noch fahren können, buchten wir uns via Internet in einem Hotel (wenn man das so nennen konnte) in Péringeaux (in der Nähe von Bordeaux) ein.

 

 

2. Tag

6:30 Uhr Frühstück, 7:00 Uhr Abfahrt. Ca. 13:30 Uhr kamen wir dank unserer Navigationsdaten an der Pozo Azul an. Parkmöglichkeiten waren dort wenige; dann folgte man noch 300m einem holprigen kleinen Pfad. Wir waren ziemlich erschöpft und konnten und nicht vorstellen tauchen zu gehen, aber der Höhlenpool war so schön und lockte mit kristallklaren Wasser. Aber erst einmal war die Unterkunft für die Nacht zu klären. Bei Kaffee in einem kleinen Restaurant  erfuhren wir, dass 3 Häuser weiter eine Pension war. Als wir anklopften, kam eine alte sehr schnell spanisch sprechende  und immer lächelnde Dame heraus. Wir fragten (auf Spanisch) nach Zimmern und wurden in das sehr liebevoll eingerichtete Haus geführt. Mit Händen und Füßen erfuhren wir das WiFi-Passwort und eine Möglichkeit unser Gepäck abzustellen. Währenddessen  erzählte die Hausherrin viele viele Geschichten, die wir leider nicht verstanden haben.

Pozo Azul. Nachdem wir unsere Sachen nach vorne geschleppt  haben, ging es endlich in die legendäre Höhle. Pozo Azul ist eine der längsten linienförmigen Höhlen der Welt. Entdeckt in den 60ern von spanischen Höhlentauchern und Ziel vieler Explorationstauchgänge. Inklusive der Trockenpassagen wurden bisher mehr als 12 km entdeckt, bis zum 6. Sump, und es geht noch weiter.

Der Eingang besteht aus zwei engen Löchern mit wenig Flow; dann öffnet sich eine riesengroße Höhle aus bräunlich-roten Stein. Mehrere Taucher könnten nebeneinander und übereinander tauchen. OC mit einer Stage kamen Steffen und Heinke nicht weit, Tobi und Florian haben schon einmal mit dem RB und Scooter die erste Auftauchstelle erkundet. Mit nur wenigen Wendungen sind die ersten 800m einfach zu betauchen mit einer maximalen Tiefe von 21m. Klares Wasser – daher super Sichtweite. Nach dem Tauchgang deponierten wir unsere Geräte am Höhlenausgang und ließen den Abend in jenem kleinen Restaurant, die uns den Tipp für die Unterkunft gaben bei guten Wein und spanischen Essen ausklingen.

  

 

3. Tag

Super geschlafen; Frühstück um 9:00 Uhr (gehandelt, Spanier fangen deutlich später an...) Scooter  nach hinten geschleppt und dann ging es wieder los. Diesmal wollten wir ein kurzes Stück im 2. Sump erkunden. An der Auftauchstelle mussten wir etwas gegen den Flow kämpfen; einen kleinen Wasserfall hoch krabbeln (manchmal auch zweimal), dann durch knietiefes Wasser ca. 60m bis zu einer Sandbank. Dort kann man wieder abtauchen an vielen Habitaten unterschiedlichen Alters und  Verrottungsstadien vorbei bis auf 24m. Die Strecke ist insgesamt interessanter, der Durchmesser etwas kleiner. Nach ein paar hundert Meter geht es dann tiefer; dort sind Tobi und Florian umgekehrt.

Nachdem wir alles wieder zum Parkplatz gebracht, den Rest des Gepäcks in der Unterkunft abgeholt hatten, ging es quer durch Spanien Richtung Küste. Aber erst wollten wir „Rolands Höhle“ suchen. Vor ca. 2 Jahren erzählte uns Roland (Gründer der Cavebase), dass er einen Höhlenpool bei einer seiner Motorrad-Touren gesehen hatte. Diesen wollten wir in Augenschein nehmen. Auf dem Weg dorthin mussten wir noch einmal übernachten. Die Pizza in dem kleinem Ort unserer Wahl war nicht lecker, der Absacker in der Bar schon.

 

4. Tag

In den Bergen haben wir „Rolands-Höhle“ gefunden; in einem Tagesausflugsgebiet mit Spielplatz, vielen Sitzgelegenheiten und einem Kiosk. Dort erfuhren wir, dass man eine Genehmigung braucht, um dort tauchen zu können, man aber nicht tiefer als ca. 2m eindringen könne, da das Wasser nur aus vielen kleinen Löchern dringt um dann, nachdem es sich in einem glasklaren kleinen See gesammelt in einem kleinen Fuß abfließt. Die Fahrt durch die schöne Landschaft hat sich gelohnt, wir haben den Quadrokopter fliegen lassen und wir wussten, dass sich hier keine Explorationsmöglichkeiten bieteten.

Weiter ging es nach Puerto de Marrazzon, direkt ans Meer. Florian musste noch etwas Home-Office machen, daher sind Tobi, Steffen und Heinke an den Strand. Die Stadt und der Strand sind nicht besonders schön, das Hotel sowie das Essen in einem Strandrestaurant und die abendlich gemixten Cocktails schon.

 

 

5. Tag

Frühstück war dann Spanien entsprechend später (endlich gab es Tostados con Tomate – Tobi nannte es Tomaten-Baaz); die Höhle „Cueva del Aqua“ war ja auch nur 7 min entfernt. Sie ist gut ausgeschildert, direkt am Eingang eine sehr gute Zeichnung mit den Fakten über die Exploration. Man muss etwas über Felsen bis zu einem halbmondförmigen Pool herunter klettern. Dabei erinnert das etwas an eine Einsturzdoline in Mexiko. Ebenso verhält es sich mit den Wassertemperaturen. Der Pool ist relativ kühl (18°C) darunter ist das Wasser 10° wärmer. Wir trafen 4 Spanier, die gerade ihren Höhlenkurs machten, der Tauchlehrer war bei der Exploration dabei und zeigte uns die Richtung in der die Mainline lag. Sie ist etwas schwerer zu finden. Gut dass die Schüler gerade Primary-Legen geübt haben; wir sind dann mit unserem Primary hinter ihnen her getaucht :-).

Die Höhle ist sehr verwinkelt mit vielen Seitengängen aus dunklem Stein, Sicht sehr klar, kann aber sehr schnell zur  Nullsicht werden, denn überall ist abgelagertes Sediment. Ungewöhnlich ist das 28°C warme Wasser. Steffen und Heinke haben noch einen zweiten TG gemacht; Florian und Tobi sind nach dem TG vorgefahren und haben schon die nächste Unterkunft gesucht; Heinke und Steffen mussten noch Flaschen füllen; in der Tauchbasis des Höhlentauchinstruktors (Rivemar, Centro Buceo La Azohia) und hatten im Sonnenuntergang ein nettes Dinner am Strand. Sie kamen nachts in der Unterkunft an.  Die ganze Nacht liefen die Scooter- Ladegeräte, aber trotzdem schliefen wir tief und fest.

 

6. Tag

Moraig“ war 35min entfernt; durch viele Ferienhaussiedlungen hindurch. Frühstück bei einem deutschen „Bäcker“ Der Kaffee war sehr gut, die aufgebackenen Backwaren nicht (aber Tobi war gnädig). Erst haben uns die Koordinaten an einem hohen Aussichtspunkt oberhalb der Höhle gebracht, aber von  dort hatten wir eine super Aussicht auf die kleine Bucht und der Grotte, die den Eingang der Höhle beherbergte. Die Parkplätze waren fast alle belegt, so dass wir zum Ausladen direkt an den Cova del Arcs geparkt haben. Die Polizei gab uns 10 min, dann mussten wir wieder das Feld räumen. Cova del Arcs ist ein beliebtes Fotoziel für die Touristen, die auf den vielen Felsen posierten. Dort fanden wir ein kleines Becken im Felsen mit einer Stageline und diversen Befestigungen. Von dort aus kann man durch eine kleine Caverne nach draußen tauchen dann rechts am Ufer entlang wieder in eine große über dem Wasser liegende Grotte. Dort muss man dann dem „süßen“ Wasser folgen um den Eingang zu finden. Nach 100m Primary fängt die Mainline an. Zuerst geht es ca. 350m durch eine große Röhre aus dunklen Stein, dann fängt der verwinkelte interessante Teil an.

Die Suche nach dem Süßwasserfluss Moraig ist noch nicht abgeschlossen. Einst soll er, von einer Quelle, die aus einem unterirdischen Höhlensee entspringende Fluss den Phöniziern gedient haben, Trinkwasser für ihre Reisen zu schöpfen. Jetzt wird das Wasser von dem trockenen Land und den Bewohnern gebraucht. In den 50er Jahren begann daher wieder die Suche nach der Quelle; und es kostete Leben.

Bernhard Pack, ein deutscher Höhlenforscher erkundete in den Jahren 1988 bis 1992 in über hundert Tauchgängen systematisch das System, ohne Erfolg. Am 21. September 1992 starb er nicht weit vom Eingang entfernt. Dabei hatte er Exemplare einer neuen Krebsart, die er im Höhlensystem entdeckt hatte.

 

 

7. Tag

Es ging früh los, Ausladen, Zusammenbauen, Scooter nach hinten bringen, Gespräch mit zwei britischen Sidemounttauchern und  schon waren Flo und Tobi abgetaucht; Steffen und Heinke hinterher. Nach 550m haben Steffen und Heinke die Scooter abgelegt um die engeren Passagen  weiter „zu Fuß“  bis zum 41m Schacht hinunter (Beginn der Redline) zu erkunden, Tobi und Flo waren bis Ende des ersten Sumps mit Ihren RBs getaucht und kamen ihnen schon wieder entgegen. Als Steffen und Heinke wieder auftauchten, saßen die beiden schon in der Strandbar.

Zusammenpacken und schon ging es weiter Richtung Frankreich. Das Wetter wurde schlechter und die Luft kühler. Via Internet hatte Flo wieder in einem kleinen Hotel zwei Zimmer gebucht und wir fielen müde ins Bett.

 

8. Tag

Font Estramar war unser Ziel. Beim Suchen nach der Zufahrtsstrasse sind wir über eine durchgezogene Linie gefahren – und das direkt vor den Augen einer Polizeikontrolle. Hat uns 90 Euro gekostet (und die haben netterweise nur ein Auto berechnet…). Der Anblick des Höhlenpools war fantastisch, aber leider hing über dem Eingang ein großes Schild „Bagnée et Plongée interdit (Baden und Tauchen verboten). Da saßen wir erst einmal; vor den Augen der Polizei wollten wir da nicht reinspringen; Recherche im Internet brachte nichts. Wenig auch die eilig unternommenen Kontaktversuche mit möglich Wissenden. Derweil gingen wir Kaffeetrinken. Dann kam die „rettende Antwort“ – Höhlentauchen sei erlaubt. Mit deutlich besserer Stimmung machten wir uns wieder Richtung Höhle und bauten auf.

Es gibt wahrscheinlich keine Höhle, die besser ausgeleint ist. Jede Strecke, jeder Loop hat ihren/seinen Namen. Diese sind auf den kleinen Schildchen an der Leine hängend lesbar. Die Durchschnitts-Tiefe ist deutlich größer als in den spanischen Höhlen; die Sicht super. Man kann einige Loops tauchen, hinter jeder Ecke sieht man eine neue Formation aus schwarz-braunem Stein.

 

9. Tag

Flaschen-Füllen im Hinterhof einer Wohnsiedlung; aber beeindruckende Anlage am Morgen und noch ein Tauchgang in Font Estramar schlossen diese Fahrt ab. Glücklich und zufrieden machten wir uns Richtung Deutschland auf. Der Himmel wurde immer dunkler und es regnete. Das letzte gemeinsame Mittagessen und dann trennten sich unsere Wege. Heinke fuhr noch am selben Tag in den Norden.

5000Km (bzw. 6500km) haben wir zurückgelegt. Es war eine lange Tour, aber die Höhlen waren es wert.

 

In diesem Sinne,

Eure Cavebase

 

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Foux de la Vis - 2017

 

Team: Manuel, Florian, Steffen, Marc, Tobi, Max

Gäste: Thomas, Zeljka

 

Dieses Mal führte uns unsere Reise erneut zur Foux de la Vis, die wir bereits 2010 erkundeten.  Die Vis befindet sich im französischen Departement Gard im malerischem Nationalpark der Cevennen.

Ziel war es, dass jeder ins Wasser kommt und dass das Push Dive Team bestehend aus Tobi und Thomas die ca. 3 km erforschte Höhle mit einer Maximaltiefe von ca. 105 m weiter explorieren.

Besonders interessant ist hier der Teil der Höhle um 1800m bei der sich der Gangverlauf plötzlich hebt und nach Norden wieder Richtung Vis wegdreht. Zu erwarten wäre hier das sich eine Fortsetzung Richtung Süd oder Südwest ergibt.

 

1. Tag Anfahrt

Nach einer langen Fahrt über 10 Stunden erreichten wir abends das Bergörtchen Brissac und bezogen unsere Unterkunft.

Sogleich wurde der Grill angeschmissen und die Pläne für den morgigen Tag geschmiedet. Das Setzen des Habitats sollte unser morgiges Ziel werden.

Das Team bestehend aus Thomas und Max sollten auf 9 m überprüfen, ob sie vier bzw. idealerweise acht Bohrungen für das Habitat anbringen können.  Da der Höhleneingang sehr eng ist, konnten wir kein normales Habitat benutzen sondern das zusammenfaltbare Habitat musste zum Einsatz kommen. Dies wird anders als das feste Habitat, nicht an der Decke befestigt sondern bedarf eben einer entsprechend guten Befestigung in der Wand/Boden.

Marc erklärte dem Team noch eingehend die Nutzung der mitgebrachten Luftdruckbohrer, mit denen das Bohren unter Wasser kinderleicht gehen sollte.

 

2. Tag

Der regnerische Morgen und der Regen der Tage davor, ließ in uns Zweifel aufsteigen, ob die Bedingungen vor Ort die Besten sein werden. Dennoch ließen wir uns nicht entmutigen und packten unser Equipment und so fuhren wir gegen 8 Uhr mit unseren vier voll beladenen Fahrzeugen zur ca. 30 km entfernten Foux de la Vis.

Nach Ankunft luden wir unser Gepäck für das Tauchteam und machten uns auf den langen und beschwerlichen Weg zur Höhle, den wir noch einige Male laufen mussten. Die Höhle der Foux de la Vis erreichten wir nach einem ca. 30 Min. Berg aufwärts gehendem schmalen, teilweise durch Büsche verwachsenem Weg. Dort angekommen wurde das Equipment erst mal vor der Höhle zwischengelagert. Der Eingang des Trockenbereiches war sehr schmal und musste auf allen Vieren mit Helm überwunden werden. Nach einem kurzen Stück teilweise in gebückter Haltung wurde sogleich der schmale Höhleneingangspool inspiziert und mit Entsetzen mussten wir feststellen, dass dieser durch einen großen Felsblock versperrt war.

 

Nach eingehender Beratschlagung entschlossen wir uns diesen Felsblock so zu drehen, dass dieser von der Form her in den engen Höhleneingangspool fällt und somit schließlich ins Wasser.

Nach anfänglichen Versuchen mit Hammer und Meißel, wechselten wir schnell zu Kette und Seil. Marc gab immer wieder die Kommandos zum Ziehen, aber leider rutschte die Kette immer wieder vom Stein ab. Wir blieben hartnäckig und so schafften wir es doch noch durch starke Teamarbeit den Stein so zu drehen, dass dieser sich um seine eigene Achse dreht. Es fehlte nur noch ein „kleiner Schubser“ in die richtige Richtung. Marc hüpfte auf dem Stein und so fiel der Stein mit einem lauten Plumps ins Wasser, Marc hinterher. Er konnte sich aber glücklicherweise noch oben an den Wänden festhalten.

Es offenbarte sich uns eine vermeintlich klare Höhle. Das Team war happy und so konnten wir endlich das restliche Equipment mühsam in den Trockenbereich bringen, der zugleich auch als Lager diente.

Thomas und Max bereiteten sich auf den Tauchgang vor und machten ihre beiden Kiss tauchklar. Sie sollten berichten, wie der Flow ist und nachschauen, ob/wie es möglich ist auf 9 m das Habitat zu setzen.

Der Einstieg in dem engen Höhlenpool erwies sich als schwierig und war nur möglich, indem man rückwärts ins Wasser kraxelte. Außerdem hatte der Pool nur Platz für einen Taucher.

Thomas und Max waren ca. 45 Min. lang in der Höhle. Ersten Berichten zu Folge, mussten keine Bohrungen erfolgen, da auf einer Tiefe von 9,5 m in einer Spalte auf jeder Seite bereits fünf Bohrhaken vorhanden waren. Diese schienen stabil und könnten benutzt werden. Auf ca. 6 m befand sich das alte Habitat verkehrt herum auf dem Boden.

Nach der Engstelle bei ca. 10 - 15  m Tiefe geht der enge Gang über in eine große Kieshalde. Der erste Knick war bei ca. 15 m auszumachen. Bei 49m war die Leine an der Kante (wie eine Steilwand) gerissen und zusammengerollt. Thomas hat das Leinenendstück in die Hand genommen und bei ca. 56 m befestigt.

Insgesamt waren die beiden ca. 130 m weit in der Höhle drin. Leider hatte die Höhle einen starken Flow und die Sicht war mit 4 m ehr mittelmäßig, da wir ja geplant hatten mit Scootern reinzutauchen.

Nach der Info, dass "kühlschrankgroße Steine" auf der alten Leine lagen und diese frisch runtergekommen waren, beschlossen wir erst mal, die Taucher aus dem Wasser steigen zu lassen und diese Information in gemeinsamer Runde nochmal zu besprechen.

Daher vertagten wir das Setzen des Habitats und machten uns auf dem Rückweg. Währenddessen wurde der Regen stetig schlimmer und es bildeten sich kleine Wasserrinnsale über den Wanderwegen.

Abends fuhren wir dann in die Ortschaft Laroque am Fluß Herault, deren Straßen teils überflutet waren. Aufgrund des zunehmenden starken teils gussartigen Regenfalls, mussten wir den Ablauf des nächsten Tages planen. Da Tobi der erfahrenste Taucher ist, wurde beschlossen, dass er und Thomas morgen ins Wasser gehen werden, um die aktuelle Lage zu checken bzw. ob Tauchen generell überhaupt möglich sein wird.

 

3. Tag

Der Morgen präsentierte sich uns mit einem bewölktem Himmel und leichtem Nieselregen. Wir packten für das Team Tobi und Thomas und fuhren gegen 8 Uhr wieder zur Vis. Mit vereinten Kräften wurde das Equipment unter den anwesenden Teilnehmern verteilt und auf einen erneuten anstrengenden Weg hinauf befördert.

Am Höhlenpool angekommen, bot sich uns ein Bild der Verwüstung. Liegengebliebenes Material vom Vortag lag kreuz und quer in der Höhle. Der Pegel des Wassers ist aufgrund des anhaltenden Regens gestiegen und überschwemmte teilweise den Trockenteil der Höhle und somit das Equipment im Raum. Somit war klar, dass aufgrund der Überschwemmung der Flow und die Sicht sich verschlechtert haben und so leider auch kein Tauchen mehr möglich sein wird.

Im Höhlenpool lagen noch zwei Stages von Max und Thomas, die noch gerettet werden mussten. Thomas zog seinen Trocki an und nahm eine Stage und Maske mit. Da nur die Harten in den Garten kommen, folgte Max leicht bekleidet mit Badehose. Die Rettung verlief erfolgreich, jedoch hatte sich Thomas dabei leider seinen Trocki aufgerissen, was nicht gerade zur Aufhellung der Stimmung beitrug.

Nach der endgültigen Entscheidung abzubrechen, packten wir unser gesamtes Equipment zusammen und liefen einige Male um dieses in die Busse zu laden.

Angekommen in der Unterkunft entfachten wir den Grill und beschlossen am nächsten Morgen vorzeitig aus unseren Unterkünften auszuziehen und weiter zum Fun-Tauchen in die Font Estramar, Goul du Pont und zur Goul de la Tannerie zu fahren.

Vor Ort boten sich uns beste Bedingungen mit kristallklarem Wasser und so konnten wir zum Ausklang noch einige richtig gute Tauchgänge machen.

 

Fazit:

Challenge accepted. Die Höhle bietet noch sehr viele unentdeckte Gänge und es werden noch viele weitere TG folgen. Wir kommen wieder.

In diesem Sinne,

Eure Cavebase

 

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Video

 

In unserem Review-2017-Video sind ein paar Ausschnitte aus dem Vis-Projekt enthalten.

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