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Lot & Dordogne August 2006

 

Team: Roland & Robin

 

Zu Beginn dieser Tour verabredeten wir uns mit Ralph Wilhelm für einen TG in der Gouffre de Cabouy. Roland und Ralph planten mit ihren RB 2000 bzw. RB 80 jeweils mit D20 Bailoutflaschen und verwendeten als Drivegas jeweils 80 cf Stages mit 50/25 für die flacheren Passagen und ein 35/35 für den Anfangsteil der Höhle bei max. 30 m und im hinteren Teil der Pouymassen bei ca. 20 m.

Robin plante den TG mit Doppel 12 mit 250 bar EAN 32und 3 x 80 cf. Das Rückenpaket sollte während des Tauchgangs nicht verwendet werden, wir verwendeten ausschließlich Stages als primäre Gasquelle. Ralph führte bei diesem TG zwei Magnum Gavins, Robin 2 Standard Gavins und Roland einen Standard Gavin mit. Somit standen 2 Backupscooter in unseren 3 Mann Team zur Verfügung.

Roland und Ralph richteten ihre Rebreather und wir vereinbarten uns dahingehend, wenn Robin auf der 2 Stage 125 bar erreicht oder die oneway Scooterburtime von 60 min erreicht wird.

Wir scooterten dann auch zügig in die Höhle und hatten relativ gute Sichtverhältnisse im Bereich der Cabouy um 8 m im weiteren Verlauf zur/ab der Pouymassen etwa 10-12m. Wir blieben dann auch gut eine Stunde auf dem Trigger und passierten alle Leinenverzweigungen in Richtung Pouymassen, täuschten die Traverse nur an schauten kurz nach oben und folgten dem Gangverlauf weiter in die Poumayssen. Wir erreichten bei diesem Tauchgang etwa eine Penetration von 1700 m. Am Umkehrpunkt war mein Gaslimit zwar noch nicht erreicht, aber die Scooterburntime war eben am Anschlag.

Auf dem Rückweg starteten wir dann eine gemeinschaftliche Leinenaufräumaktion und schnitten völlig überflüssige Leinen ab und entsorgten völlig unsinnige Pfeile. Etwa 300 m vom Ausgang verlangsamte sich Rolands Scooter zusehends und blieb schließlich stehen, er bekam den Backupscooter von Robin herübergeschoben und wir scooterten entspannt aus der Höhle. Es stellte sich später heraus dass wir wohl über Nacht einen Stromausfall hatten und der Scooter nicht vollständig geladen wurde.

Nach 150 min war der Tauchgang beendet und wir plauderten am Pool noch ein wenig. Ralph machte sich dann auf den Weg nach Marcilac sur Cele an den Campingplatz, da er am nächsten Tag einen Cavekurs gab und seine Schüler schon am Campingplatz auf ihn warteten. Wir packten unser Zeug zusammen plauderten mit Manu und Peter die auch in der Cabouy tauchten und trafen Thorsten und Stefan G. die ebenfalls da waren.

Wir hatten ja ins Auge gefasst den deep circuit in der Ressel zu tauchen, dazu war selbstverständlich erstmal notwendig, das tiefe T bei 1150 m von beiden Seiten (tiefe und flache Route) anzutauchen, um eine exakte Inforation über benötigte Zeit, Gegebenheiten und benötigter Gasmenge zu erhalten. Die flache Route hatten wir bis auf wenige fehlende Meter 1050-1100 m ja bereits erkundet und wussten wie es hier aussieht.

Somit bestand unser erster Schritt nochmals dem Gangprofil im tiefen Teil nach rechts zu folgen und das T bei 1160 m von dieser Seite zu erreichen.

Wir planten den TG wie bei der letzten Tour : Roland auf dem RB 80 mit D20 und einer Trimixstage 17/55 + 3 Dekogase und Robin OC mit D18 mit 3 Trimixstages 17/55 und ebenso 3 Dekogasen (Oxygen, 50/25, 35/35). Wir verwendeten 3 Standard Gavins.

Wir tauchten auf dem 50/25 ab und scooterten in die Höhle, nachdem wir die Dekogase an den üblichen Stellen in der Höhle abgeworfen hatten hieß es: Feuer Frei! und wir scooterten in den tiefen Teil der Ressel, die Sicht betrug etwa 15 m, war für unser Vorhaben also völlig ausreichend. Wir passierten das T bei 830 m nach rechts, platzierten einen Cookie und folgten dem weiteren Gangverlauf und erreichten schließlich das Ende der neuverlegten weißen Mainline, kurz davor droppte Robin die erste Trimixstage und legte eine volle zu der leeren Stage an die Leine und wechselte auf die zweite Trimixstage.

Wir konnektierten hier ein Spool und jumpten auf die andere Seite des Ganges auf den Hasenmayerdraht und folgten dem weiteren Gangverlauf und erreichten schließlich das T bei 1160 m auf etwa 60 m Tiefe. Wir platzierten einen Cookie, registrierten Gasverbrauch und Zeit und orientierten uns etwas. Da der Umkehrdruck auf Robins zweiter Trimixstage noch nicht erreicht war, entschlossen wir uns das T nach links zu passieren und weiter in die Höhle rein zu scootern.

Nach kurzer Zeit war der Umkehrdruck erreicht und wir scooterten zurück, nahmen auf dem Rückweg unser Spool wieder auf und beendeten den TG nach einer ereignislosen Deko nach etwa 200 min.

Ralph war mit seinen Kursteilnehmern auch an der Ressel und bot uns an für den nächsten Tag einen Magnumscooter auszuleihen, damit wir 2 Backupscooter mit uns führen, da wir geplant hatten am nächsten Tag den tiefen Seitengang in der Ressel zu betauchen.

Nachdem wir am nächsten Tag den Magnum Gavin von Ralph am Campingplatz abgeholt hatten sind wir dann an die Ressel gefahren. Wir waren diesmal die einzigen an der Höhle. Wir planten heute den tiefen Seitengang in der Ressel zu betauchen, um uns hier alles anzuschauen sowie den Circuit vorzubereiten. Da das Tiefenprofil des tiefen Seitenganges im Schnitt etwa 8-10 m tiefer liegt, plante Robin den TG mit 4 Trimixstages 15/55 durchzuführen, Roland verwendete
eine Trimixstage mit 17/55 auf dem Rebreather.

Bei den 4 Bottommixstages waren 2 für die Penetration und 2 für den Rückweg gedacht. Somit tauchte Robin mit 4 x 80 cf Trimix 15/55, D 18 mit 250 bar 15/55 sowie 3 Dekogasen. Roland führte eine Trimixstage 17/55 sowie 3 Dekogase für den TG mit.

Da Roland nur eine Trimixstage einsetzen musste (dem RB 80 sei dank), transportierte er eine von Robins Trimixstages, damit eine einigermaßen gleiche Lastenverteilung hergestellt wurde und ein zügigeres vorankommen umgesetzt werden konnte.

Daneben verwendeten wir jeder einen Standard Gavin sowie jeweils einen Backupscooter (Magnum und Standard Gavin).

Wir tauchten wieder auf dem 50/25 ab und scooterten in die Ressel und platzierten die Dekogase an den üblichen Stellen.

Kaum hatten wir am Boden des Schachtes das 35/35 an die Leine geklippt und wollten losscootern löste der Trigger von Robins Standard Gavin nicht mehr aus und das Drahtseil des Triggers hing durch, das war im Wasser keinesfalls zu reparieren, da der Scooter noch fahrbar war (nicht wirklich komfortabel, aber eben funktional) und nicht wirklich ausgefallen war, tauschten wir uns in den Wetnotes aus und beschlossen den TG mit geringerer Penetration fortzusetzen und lediglich drei Trimixstages für die Penetration einzusetzen, damit war uns eigentlich klar, dass wir das T von dem tiefen Seitengang aus nicht ganz erreichen würden.

Robin tauschte den Scooter und verstaute den Scooter mit dem „Triggerproblem“ in Tow Position als Backup. Die ganze Aktion mit der Diskussion und schreiberei hat uns natürlich auch entsprechend Gas gekostet. Wir scooterten wieder zum T bei 830 m und passierten dieses linker Hand in den tiefen Gang. Hier finden sich ausschließlich Hasenmeyerdraht und diverse andere Leinen!!! Nach etwa 150 m fällt das Profil der Höhle in einem geschwungenen Schacht (Schneckenartig) aus der 50 m Region auf etwa 65m Tiefe ab, und verläuft auf dieser Tiefe weiter.

Wir drehten bei der „1200“ Markierung (der Seitengang ist etwa 150 m länger als der Hauptgang, der weitestgehend gerade verläuft), ohne das T zu erreichen. Da wir eine Übersichtskarte einlaminiert in den Wetnotes hatten, wussten wir sehr genau wo wir uns befanden und entschieden den Circuit nicht zu komplettieren, da wir den weiteren Verlauf real ja nicht kannten und der Karte bedingt vertrauten. So drehten wir um und scooterten den tiefen Gang wieder zurück und beendeten
den Tauchgang nach ereignisloser Deko nach etwa 250 Minuten und hatten eine Maximaltiefe von etwa 67 m erreicht.

 

In diesem Sinne,

Eure Cavebase