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Samstag, September 23, 2017

Atomic Workshop

Technikworkshop Atomic Aquatics

Dem Namen Atomic Aquatics geht in der Szene ein extrem guter Ruf voraus. Das war Grund genug für Oli und Peter im Rahmen Ihres Aufenthalts auf der Boot 2010 sich einmal ausführlich über die Regler dieser Company beraten zu lassen.

Das Ergebnis des Besuchs war eine Einladung von Martin Kusche, Geschäftsführer von Atomic Aquatics Europa an die Cavebase, sich an einem Nachmittag mit ihm zu treffen und die Atomic Aquatics Regler ausführlich erklärt zu bekommen, zu zerlegen und jedes Teil in seiner Funktion gründlich zu untersuchen. Vor dem Treffen haben wir zu Testzwecken einige Regler bekommen, die bei einigen Cavebaselern die Runde machten. So waren wir mit ausreichend Fragen im Gepäck Anfang März nach Ulm durch einen Schneesturm angereist.

Peter Gärtner, Tim Löffler, Tobias Petzinger, Manuel Fiore und Fred Petzinger stellten sich als Abordnung der Cavebase als kritisches Publikum mit vielen Fragen und großem Interesse einem Mann, dem man sofort anmerkt dass er in der Taucherei zu Hause ist.


Manuel beim Begutachten der zweiten Stufe

Nach der Begrüßung erzählte uns Martin zunächst einiges über die Firmengeschichte und die Idee hinter den Reglern von Atomic Aquatics. Beides hängt zusammen: Zwei ehemalige Entwickler bei Scubapro haben sich mit Ihren Ideen für Atemregler selbständig gemacht. Das Konzept dahinter ist schlüssig: Es wurde viel Wert auf unsichtbare Details gelegt, um das Maximum an Leistung durch passend gewählte Materialien und deren sinnvolle Kombinationen zu erreichen.

Der wesentliche Unterschied zwischen den einzelnen Reglermodellen liegt vor allem in der Materialauswahl (und geringe optische Unterschiede). Ausgehend von der jeweiligen Anwendung kann man sich den passenden Regler wählen: von extra leicht für Flugreisen bis hin zu extrem beständigen Versionen, welche durch spezielle Oberflächenbeschichtungen dafür aber schwerer sind.

Den zweiten Teil unseres Meetings bildete die Fragerunde zu den Details der Regler. Wir diskutierten die Konzepte hinter den Reglern im Detail und gleich an den Einzelteilen der Stufen. Hintergrund der Fragen bildete für uns immer die Einsetzbarkeit der Regler für die Taucherei, wie wir sie betreiben.

Für die unsichtbaren guten Details der Regler seien zwei Beispiele genannt:

  • An der Luft führenden Bohrung des Kolbens findet man keine scharfen Kanten, an denen sich Wirbel oder Strömungsverluste bilden könnten. Alle Kanten sind (mit höherem Fertigungsaufwand) rund ausgeführt.
  • Die Feder in der zweiten Stufe ist aus einer Titanlegierung anstatt aus Edelstahl gefertigt. Durch die höhere Steifigkeit des Materials kann die Feder mit weniger Windungen ausgeführt werden, wodurch sich der Strömungswiderstand der zweiten Stufe reduziert.


Erste Stufe wird in die Einzelteile zerlegt

Die Atemregler weisen zahlreiche weitere Merkmale auf, die zum einen auf
Langlebigkeit (Seat Saving Orifice in der zweiten Stufe, spezielles Dichtkonzept im Ventil der ersten Stufe etc.) und zum anderen auf geringe Atemarbeit optimiert wurden. Diese gute Atemarbeit lässt sich zum einen durch Messungen im Labor, sowie durch unseren subjektiven Eindruck beim Tauchen bestätigen. Da spielt Atomic ganz sicher in der obersten Liga.

Den dritten Teil der Veranstaltung bildete die Revision der Atemregler. Uns wurde der Service an den Reglern sowie der Einsatz der speziellen Werkzeuge erklärt und jeder durfte einen Regler revisionieren – dabei blieb keine Schraubverbindung und kein O-Ring der Musterautomaten an seinem Platz.


Martin erklärt die Revision der Atomic Aquatics Atemregler

Alles in allem ein gelungener Nachmittag, informativ und lohnend für uns alle! Uns wurde ein überzeugendes Produkt vorgestellt, das seinen Raum im Zusammenhang mit dem Tauchen in Höhlen finden wird.

Einen herzlichen Dank an Martin, der sich wirklich jede Zeit genommen hatte, geduldig unsere Fragen zu beantworten. Und wir hatten seinen Zeitplan mächtig durcheinandergewirbelt!

Als Fazit bleibt zu sagen: Martin hat uns mit den Atemreglern der Firma Atomic Aquatics wirklich überzeugt.

Team Cavebase

Text: Fred Petzinger, Peter Gärtner
Bilder: Fred Petzinger

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