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Samstag, September 23, 2017

Lot Nov. 2009

 

 

 

Lot, November 2009

Nachdem wir (Tim und Oli) Ende August etwas Pech in der Ardeche hatten, wollten wir im Spätherbst nochmal ins Lot fahren. Dieses mal war Robin auch mit von der Partie, Manu und Peter wollten zwei Tage später anreisen. Die Ansage für diesen Trip war: Spass haben und mal schauen was so geht.


Leider hatten wir aber auch diesmal nicht so den richtigen Draht zu Petrus uns so hatte es bis zu unserem Abreisetag über Wochen nicht geregnet, und als wir ankamen, traf auch das schlechte Wetter ein...

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Immer wieder gut: Die Domaine de Gayfie.


Aber erst mal haben wir uns den Spaß nicht vermiesen lassen, und sind, wie schon so oft, in der Domaine de Gayfie untergekommen. Für uns einfach das ideale Höhlentaucher Basiscamp, zentral gelegen und vor allem die Autos samt Equipment immer nah am Haus.

1. Tag vor Ort
Am ersten Tag vor Ort sind wir dann zum Eintauchen an die Ressel gefahren und stellten fest, dass die Cele so tief stand, wie wir sie noch nie erlebt hatten. Das versprach somit eine schöne Plackerei mit den D20 RBs auf dem Rücken durch den Fluss zum Höhleneingang zu waten. An scootern im Fluss war nicht zu denken, die tiefste Stelle war etwas über Knie hoch...
Zum Glück waren Petra und Stephan und vom Team Koelakant vor Ort, die uns eine helfende Hand reichten.

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So niedrig hatten wir den Stand der Cele noch nicht erlebt. Hier die kleine Bucht am Einstieg.


Endlich am Höhleneingang angekommen checkten wir noch einmal unser Equipment, ließen unseren Puls etwas zur Ruhe kommen und tauchten ab. Wie geplant hingen wir erst einmal die Scooter direkt hinter dem Eingang an die Leine und flösselten gemütlich zum zweiten 'T' über die tiefe Route. Dort angekommen setzten wir einen Cookie und machten uns auf den Rückweg zu unseren Scootern. Da wir gemütlich unterwegs waren, war nun schon knapp eine Stunde um.
und dann ging die Fahrt mit dem Propellerknecht los. Tim mit einem Suex ADV 42 und Oli mit einem Gavin Longtube. Da die Höhle kaum Schüttung hatte, stand in den ersten 50 bis 80 m des Eingangsbereich das trübe Flusswasser, was das Scootern nicht erleichterte. Erst ab dem Versturz klarte das Wasser auf und gab Sichtweiten bis zu 15m Preis.
Na ca. 10 Minuten erreichten wir unseren Cookie am zweiten 'T'. Dort hängten wir wieder unsere Scooter ab und Flösselten zum Schacht. Eigentlich wollten wir nur einen Blick runter werfen, aber der Reiz war zu groß und schließlich hatten wir ja für alle Fälle ein 15/55 dabei... ;-)
Also runter und ab 36m das TMX gesteckt und zum Fuß des Schachts. Die Sicht klarte hier noch weiter auf und wir flösselten noch ein paar Meter in den tiefen Bereich der Höhle. Wir entschlossen uns aber dann doch dafür, den weiteren Vorstoß auf den nächsten Tag zu verschieben und kehrten zu unseren Scootern zurück, fuhren zum ersten 'T' und bogen in den flachen Gang ab, fuhren diesen durch und schlossen den Loop indem wir unseren Marker vor dem Schacht wieder einsammelten und entspannt nun zum dritten mal durch den tiefen Gang aus der Höhle tuckerten.
Wieder an der Oberfläche über dem Höhlenausgang hängten wir unsere Stages und Scooter an einem angeschwemmten Baum ab und wateten wieder aus dem Wasser. Unserer Rentnertische, die wir schon zum Aufriggen benutzt hatten, standen ja noch bereit und somit konnten wir uns schnell von dem schweren Gepäck befreien. Nach einem ausgiebigen Imbiss am Auto machten wir uns daran unser Equipment zu verräumen und fuhren zurück ins Basislager.

2. Tag vor Ort
Da es zwar die ganze erste Nacht vor Ort durchgehend stark geregnet hatte, aber am ersten Tag sogar wieder vereinzelt die Sonne raus kam und bis auf einen kleinen Schauer alles trocken blieb, waren wir eigentlich guter Dinge für die nächsten Tage.
Leider war unsere Hoffnung für die Katz. Am Abend begann es wieder sehr stark zu regnen und am nächsten Morgen schüttete es immer noch ganz anständig.
Da Manu und Peter an diesem Tag anreisen wollten, haben wir nach dem Frühstück und einer kurzen Besprechung der Lage erst einmal ein Telefonat abgesetzt und die zwei über die aktuelle Situation informiert.
Dann ging es los. Noch wollten wir es nicht wahrhaben, dass wir wieder einmal Pech hatten. Der Plan war, die Cabouy zu betauchen, da wir am Sonntagabend kurz nach unserer Anreise von anderen Tauchen gehört hatten, es wären dort exzellente Bedingungen. Dort angekommen stellten wir fest, dass der Quellpool sehr stark überlief, was auf einen starken Flow in der Höhle schließen ließ. Außerdem regnete es immer noch durchgehend und der Himmel ließ keine Hoffnung auf Besserung zu.
Der darauf eingeleitete Checkdive zeigte es: Der Flow war wirklich sehr stark, aber noch zu bewältigen. Allerdings war die Sicht so schlecht, dass man kaum die Nase des Scooters mehr sehen konnte und somit brachen wir nach wenigen Minuten wieder ab.
Ein weiterer Anruf an Manu und Peter, die eigentlich zum Fotografieren anreisen wollten, und das Gelernte aus ihrem Kurs (siehe Vorbericht) anwenden und vertiefen wollten, bestärkte die zwei, die schon etliche km hinter sich gebracht hatten dann doch umzudrehen...
Tim und ich gingen daraufhin erst mal zu Fuß den kurzen Weg zur Pou Mayssen um uns wenigstens von außen mal das Loch anzusehen, da Oli dieses noch nicht kannte. Auch nutzen wir den weg um zu Beratschlagen, was nun geschehen wird.

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Wenn wir schon nicht Tauchen können, dann erfreuen wir uns wenigstens an der Landschaft.

Zurück am Auto ging es dann als nächstes zur Fontaine de St. George, aber auch hier war sofort klar, dass es sich gar nicht erst lohnt die Anzüge anzulegen. Die Wassermengen die aus der Höhle kamen, machten dies sehr deutlich. Dazu konnte man beinahe zusehen wie das Wasser auf dem bereits überschwemmten Fußweg weiter anstieg.
Da wir nun schon ziemlich damit abgeschlossen hatten noch einen Tauchgang machen zu können, fuhren wir noch zur Coly, um uns wenigstens hier mal noch den Pool anzusehen. Dort angekommen stellten wir fest, das auch hier schon ein richtiger Pilz auf der Wasseroberfläche zu sehen war.

Der 3. Tag begann wie der zweite Tag aufgehört hatte: Mit Regen...
Am Vorabend hatten wir schon beschlossen unsere Zelte abzubrechen und setzten diesen Plan nun auch in die Tat um.
Auf dem Nachhauseweg ging es nochmal kurz an der Ressel vorbei. Hier wer der Fluss wieder fast um einen Meter angestiegen (kein Wunder bei dem Regen) und die Höhle sprudelte nun auch schon richtig stark. Bei diesem Anblick waren wir uns sicher die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Man kann eben nichts erzwingen...

Tim & Oli

 

 

 

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